Die Klarheitswanderungen haben sich über Jahre von selbst entwickelt: im direkten Coaching, in Seminaren, in klassischen Räumen.
Im Coaching-Raum erlebe ich immer wieder dasselbe: Menschen suchen in meinem Gesicht nach der richtigen Antwort, nach Bestätigung, nach einem Zeichen, ob das, was sie sagen wollen, sozial akzeptiert ist. Das erzeugt der Raum, nicht die Person.
Beim Gehen ändert sich das: Man schaut sich an, aber nicht permanent, der Blick ist frei, und das Gespräch muss nicht dauerhaft gehalten werden. Dadurch entstehen mehr Ehrlichkeit und mehr Natürlichkeit.
Im Prinzip verbringen wir einen gemeinsamen Tag miteinander, und was entsteht, entsteht aus dem Moment: Mal geht man allein, mal zu zweit, mal begleite ich einzelne, mal die ganze Gruppe. Es richtet sich nach dem, was gerade gebraucht wird.
Wichtig ist dabei vor allem der eigene Rhythmus. Wer seine Tage sonst nach Mitarbeitern, Kunden, Patienten oder dem nächsten Termin ausrichtet, muss hier in 60 Minuten nichts leisten, und allein die Länge des Tages verändert den inneren Druck. Es entsteht Zeit zum Nachspüren, und dort entstehen oft die wichtigsten Erkenntnisse.
Ich plane die Wanderungen meist in der Region Magdeburg, idealerweise in der Natur. Der Körper reguliert sich, der Kopf wird ruhiger, die innere Wahrnehmung wird schärfer. Natur funktioniert besonders gut, weil sie nichts von einem erwartet.
Ich habe sehr starke Erfahrungen mit Klarheitswanderungen in Städten gemacht. Man bewegt sich von Ort zu Ort, lässt sich teilweise treiben und arbeitet mit dem, was auftaucht. Die Stadt ist dabei kein Hintergrund, sondern aktives Material.
Wahrzeichen, Weite, Wasser, Strukturen: Alles kann Spiegel werden. Was jemand im Außen sieht, sagt manchmal mehr als das Gespräch.
„An einer Brücke bleiben wir stehen. Das Wasser unter uns bewegt sich, ohne sich anzustrengen. Ich frage: Wenn dein Leben ein Lagerhaus wäre — was lagerst du seit Jahren ein, ohne es anzuschauen? Er lacht kurz, weil es trifft. Dann wird er still.“
Aus einem Tag in Hamburg
Was ich tue, tue ich aus einer klaren Haltung heraus, und die bleibt dieselbe, ob im Sessel oder auf einem Weg.
Erst ankommen, regulieren, beobachten, bevor irgendetwas gefragt wird. Sicherheit kommt vor Wahrheit.
Orte, Weite, Wasser, Höhe, Strukturen: Die Umgebung spiegelt Muster schneller zurück als jede direkte Frage.
Präzise, einzeln, mit Pause danach. Erkenntnis wirkt nur, wenn sie selbst formuliert wird, und deshalb rede ich wenig.
Mein Ziel ist, mich überflüssig zu machen: Der Tag endet mit einem minimalen Anker, und die Arbeit gehört dann dir.
„Ich hatte das Thema ewig vor mir hergeschoben. Im Gespräch mit Veit wurde sehr schnell klar, was dahintersteckt, ohne Umwege und ohne Floskeln. Das hat mir geholfen, Entscheidungen zu treffen, die seit Jahren offen waren.“
Peer J., 28 · Unternehmer · Einzelwanderung„Ich hatte ein konkretes Thema, mit dem ich ankam. Am Ende des Tages war das Thema dasselbe, aber meine Beziehung dazu nicht mehr. Ich glaube, das hätte im Sitzen deutlich länger gedauert. Irgendwas am Gehen, am Draußensein, macht ehrlicher.“
Sandra D., 56 · Einzelwanderung„Ich war skeptisch. Wandern klingt nach Wellness-Wochenende, und das ist nicht meins. Aber man läuft vier Stunden, und irgendwann hört man auf, das Gespräch zu steuern. Ich hab an dem Tag etwas gesagt, das ich zehn Jahre für mich behalten hatte, weil ich dachte, ich bin der Einzige. War ich nicht.“
Thomas H., 51 · Arzt · Einzelwanderung„Ich hab das gebucht, weil mir sonst nichts Besseres eingefallen ist. Monatelang derselbe Gedankenkreis, und Joggen hat auch nicht geholfen. Irgendwann an dem Tag hab ich aufgehört zu erklären und angefangen zu reden. Das klingt nach demselben, ist es aber nicht. Abends wusste ich, was ich tun will.“
Stefan N., 51 · Vertriebsleiter · Klarheitswanderung · EinzelnZwei Wege, beide führen dahin.
Ein ganzer Tag ausschließlich für dich, ohne fremden Rhythmus und ohne Gruppe: Tempo, Thema und Richtung folgen dir. Was in einem solchen Tag passiert, braucht im Stundenrhythmus manchmal Monate.
In der Region Magdeburg keine Reisekosten. Bei Einsätzen vor Ort werden Pkw 0,50 €/km, Bahn 1. Klasse, ÖPNV/Taxi/Hotel nach Bedarf berechnet. Internationale Einsätze möglich, Flugreisen werden vorab abgestimmt.
Fixe Termine, kleine Gruppe. Die anderen kommen nicht für dich und du nicht für sie, und trotzdem verändert ihre Anwesenheit, was an dem Tag passiert. Manche Erkenntnisse entstehen nur, wenn man nicht allein ist.
Plätze: 4–8 Personen. Warteliste bekommt den Termin zuerst.
Die Klarheitswanderung ist eine eigene Form: ein Tag in Bewegung, der für sich steht. So verhalten sich die drei Formate zueinander:
Ein Thema, drei Gespräche. Punktuelle Klärung an einem konkreten Punkt.
Ansehen →Ein Tag in Bewegung, Klarheit übers Gehen: eine eigene Form, kein Abschnitt des Programms.
Drei Bewegungen, neun Etappen, zwölf Monate. Der strukturierte Weg von Anfang bis Ende.
Ansehen →Jedes Format steht für sich; den ganzen Bogen über neun Etappen geht allein der vollständige Weg.