Von außen stimmt alles. Die Arbeit läuft, das Gehalt kommt, die Aufgaben gehen dir leicht von der Hand, und wenn jemand fragt, wie es dir geht, sagst du ohne zu zögern, dass es gut läuft.
Trotzdem ist da seit Monaten etwas, das nicht aufhört. Vielleicht merkst du es sonntagabends, vielleicht auf dem Weg zur Arbeit, vielleicht nur dann, wenn es abends still wird und niemand mehr etwas von dir will. Es ist kein Zusammenbruch, an dem andere etwas sehen würden, sondern die leise Frage, ob das jetzt so bleibt.
Dass du keine Antwort darauf hast, was du stattdessen willst, ist dabei die Regel und kein Hindernis.
Drei Reaktionen, die naheliegen und eine Weile tragen. Keine davon ist falsch, und keine löst das, was darunter liegt.
Neue Firma, neue Rolle, neuer Ort. Die ersten Monate fühlen sich anders an. Nach einem halben Jahr steht die Frage oft wieder im Raum, weil sich die Umgebung geändert hat und die Maßstäbe, nach denen du sie ausgesucht hast, dieselben geblieben sind.
Mehr Sport, noch ein Kurs, ein Seminar mit großer Zuversicht am Sonntagabend. Das trägt, solange die Energie reicht. Beantwortet ist die Frage damit nicht, sie ist für ein paar Wochen leiser.
Nach dem Projekt, nach dem Schuljahr der Kinder, nach der Beförderung. Das Warten hat einen Vorteil, den man selten ausspricht: Solange du wartest, musst du nichts riskieren und nichts erklären.
Was hilft, ist ein geordneter Blick auf die eigene Lage, zusammen mit jemandem, der nicht in deinem Leben steht und deshalb nichts davon hat, dass du bleibst, wo du bist.
Wer bis hierher gekommen ist, weiß meistens sehr genau, was er kann und was ihm nicht liegt. Was fehlt, ist die Reihenfolge.
In der Arbeit heißt das, aufzuschreiben, woran du die letzten zehn Jahre entschieden hast, zu prüfen, welche dieser Maßstäbe heute noch gelten, und den Rest bewusst zu verabschieden.
Das ist unbequemer als ein Wochenendseminar und dauert länger, dafür hält es. Gelöst ist damit nichts. Du hast danach eine Grundlage, auf der die nächste Entscheidung nicht wieder aus der Lage heraus fällt.
Alle drei beginnen mit demselben Gespräch.
Sechs bis acht Stunden unterwegs, in der Natur oder in der Stadt, mit einem Thema. Was beim Gehen passiert, passiert anders als im Sitzen. Einzeln oder in kleiner Gruppe, in und um Magdeburg.
Wenn sich das, was drückt, auf eine Frage eingrenzen lässt: eine Entscheidung, die nicht fallen will, oder eine Rolle, die nicht mehr passt. Persönlich in Magdeburg oder digital.
Wenn es nicht an einem Thema hängt, sondern an der Richtung. Ein Videokurs mit persönlicher Begleitung über die gesamte Zeit und einem dreitägigen Retreat in der Natur.