Orientierung

Wenn der Job nicht mehr passt

Von außen stimmt alles. Die Arbeit läuft, das Gehalt kommt, die Aufgaben gehen dir leicht von der Hand, und wenn jemand fragt, wie es dir geht, sagst du ohne zu zögern, dass es gut läuft.

Trotzdem ist da seit Monaten etwas, das nicht aufhört. Vielleicht merkst du es sonntagabends, vielleicht auf dem Weg zur Arbeit, vielleicht nur dann, wenn es abends still wird und niemand mehr etwas von dir will. Es ist kein Zusammenbruch, an dem andere etwas sehen würden, sondern die leise Frage, ob das jetzt so bleibt.

Dass du keine Antwort darauf hast, was du stattdessen willst, ist dabei die Regel und kein Hindernis.

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01
Du funktionierst weiter
Die Arbeit wird fertig, die Termine stehen, niemand um dich herum bemerkt etwas. Was es dich kostet, siehst nur du.
02
Der nächste Schritt fehlt
Auf die Frage, was du stattdessen tun würdest, hast du keine Antwort, und solange das so ist, bleibt vorerst alles, wie es ist.
03
Es hört nicht von selbst auf
Urlaub verschiebt es, ein gutes Quartal überdeckt es, und ein paar Wochen später steht es wieder im Raum.
Warum jetzt

Warum es meistens in der Mitte anfängt

Mit dreiundzwanzig stellt sich diese Frage selten. Sie kommt dann, wenn genug Zeit vergangen ist, dass sich in den eigenen Entscheidungen eine Richtung erkennen lässt, und gleichzeitig noch genug Zeit übrig ist, dass eine Änderung sich lohnt.

Bis dahin hast du dich an Umständen ausgerichtet, die du dir nicht ausgesucht hast: an einer Ausbildung, die sich damals anbot, an einem Vorgesetzten, der dich gefördert hat, an einer Gehaltsstufe, die eine Entscheidung leichter machte.

Jede dieser Entscheidungen war für sich genommen vernünftig, und zusammengenommen ergeben sie einen Weg, den so niemand geplant hätte. Das ist die normale Art, wie Lebensläufe entstehen, und niemand hat dabei einen Fehler gemacht.

Auffällig wird es erst, wenn der Weg weit genug geworden ist, dass du merkst, wie wenig davon von dir selbst kommt.

Die üblichen Wege

Was die meisten zuerst versuchen

Drei Reaktionen, die naheliegen und eine Weile tragen. Keine davon ist falsch, und keine löst das, was darunter liegt.

I Wechseln

Neue Firma, neue Rolle, neuer Ort. Die ersten Monate fühlen sich anders an. Nach einem halben Jahr steht die Frage oft wieder im Raum, weil sich die Umgebung geändert hat und die Maßstäbe, nach denen du sie ausgesucht hast, dieselben geblieben sind.

II Leisten

Mehr Sport, noch ein Kurs, ein Seminar mit großer Zuversicht am Sonntagabend. Das trägt, solange die Energie reicht. Beantwortet ist die Frage damit nicht, sie ist für ein paar Wochen leiser.

III Warten

Nach dem Projekt, nach dem Schuljahr der Kinder, nach der Beförderung. Das Warten hat einen Vorteil, den man selten ausspricht: Solange du wartest, musst du nichts riskieren und nichts erklären.

Zehn Jahre Entscheidungen
ergeben selten einen Plan.

Der andere Weg

Erst sortieren, dann entscheiden

Was hilft, ist ein geordneter Blick auf die eigene Lage, zusammen mit jemandem, der nicht in deinem Leben steht und deshalb nichts davon hat, dass du bleibst, wo du bist.

Wer bis hierher gekommen ist, weiß meistens sehr genau, was er kann und was ihm nicht liegt. Was fehlt, ist die Reihenfolge.

In der Arbeit heißt das, aufzuschreiben, woran du die letzten zehn Jahre entschieden hast, zu prüfen, welche dieser Maßstäbe heute noch gelten, und den Rest bewusst zu verabschieden.

Das ist unbequemer als ein Wochenendseminar und dauert länger, dafür hält es. Gelöst ist damit nichts. Du hast danach eine Grundlage, auf der die nächste Entscheidung nicht wieder aus der Lage heraus fällt.

Von hier aus

Drei Formate, je nach Reichweite

Alle drei beginnen mit demselben Gespräch.

Klarheitswanderung

Ein Tag in Bewegung

Sechs bis acht Stunden unterwegs, in der Natur oder in der Stadt, mit einem Thema. Was beim Gehen passiert, passiert anders als im Sitzen. Einzeln oder in kleiner Gruppe, in und um Magdeburg.

Klarheitsfenster

Ein Thema, drei Gespräche

Wenn sich das, was drückt, auf eine Frage eingrenzen lässt: eine Entscheidung, die nicht fallen will, oder eine Rolle, die nicht mehr passt. Persönlich in Magdeburg oder digital.

Der vollständige Weg

Zwölf Monate, neun Etappen

Wenn es nicht an einem Thema hängt, sondern an der Richtung. Ein Videokurs mit persönlicher Begleitung über die gesamte Zeit und einem dreitägigen Retreat in der Natur.

Der erste Schritt

30 Minuten. Kein Verkaufsgespräch.

Wir sprechen darüber, was bei dir gerade los ist, und danach weißt du, ob dir eines der drei Formate hilft. Wenn nicht, sage ich dir das.

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